Die Houbirg am Happurger Stausee im Nürnberger Land kennen viele. Wir waren aber dieses Mal auf der anderen Seite unterwegs und haben vom Vogelfels hinübergeschaut. Kanada-Vibes inklusive! Doch diese abwechslungsreiche Rundwanderung hat noch mehr zu bieten: eine Schlucht, sprudelnde Quellen und ein wunderbar ruhiges Tal, in dem es überall gurgelt und plätschert. Dazu gibt’s weite Blicke über die Hersbrucker Alb und immer wieder kleine Abkühlstellen für heiße Wanderfüße. Eine herrlich ruhige Runde ganz in der Nähe des Happurger Stausees!
2:13 h
*
9,1 km
180 m
* Reine Wanderzeit. Wir benötigen natürlich immer viel mehr Zeit (z.B. zum Staunen, Genießen, Dokumentieren)
Start im Örtchen See
Unsere Rundwanderung startet im Örtchen See, wo ihr entspannt am Dorfplatz (mit See!) parken könnt. Alternativ könntet ihr auch in Förrenbach parken und loslaufen (das hatten wir initial geplant, dann war dort aber ein ein großer Feuerwehrumzug).
Rund um den See gibt es ein paar einzelne Parkplätze. Während unseres Besuchs waren keine anderen Wanderer oder Autos zu sehen.
Nach ein paar Schritten wandert ihr aus See hinaus und ihr seid auf offenem Feld mit Blick auf die Hochebene. In der Ferne sehr ihr die Houbirg beim Happurger Stausee.
Während unserer Wanderung im Juli sahen wir viele Schmetterlinge und der ganze Wegrand summte.
Im Wald angekommen, biegt ihr einmal rechts ab, bringt einen kurzen Wegabschnitt mit etwas hohem Gras hinter Euch, und lauft dann auf einem schönen Waldpfad weiter zum Vogelfels.
Aussichtspunkt Vogelfels
Nach etwa eineinhalb Kilometern erreicht ihr die Hütte am Vogelfels.
Diese 100 Jahre alte Hütte und der Aussichtsfelsen sind Privatbesitz, der Besuch des Felsens wird aber (auf eigene Gefahr) geduldet. Bitte haltet Euch an die Spielregeln der Grundbesitzer!
Nach ein paar felsigen Stufen steht ihr oben auf dem Vogelfels. Euch bietet sich ein tolles Panorama, das uns ganz leichte Kanada-Vibes gegeben hat: links der Happurger Stausee, rechts die Houbirg mit dem Hohlen Fels.
Auch hier wieder: kein anderer Wanderer da, traumhafte Ruhe (bis auf vereinzelte Blasmusik-Klänge vom Feuerwehrfest in Förrenbach).
Zu den Aussichtspunkten oberhalb des Molsbach-Tals
Vom Vogelfelsen aus wandert ihr weiter durch den Wald, über Lichtungen und auch mal kurz über eine Landstraße.
An vielen Stellen könnt ihr wieder einen Blick auf die Houbirg erhaschen. Der Straßenabschnitt ist nur 20 m lang, ein Auto war weit und breit nicht zu sehen.
Dann führt der Weg an einer großen Rinderweide vorbei, wo's auch süße Kälbchen zu sehen gab.
Ein paar Meter neben dem Hauptweg könnt ihr zwei weitere schöne Aussichtspunkte, diesmal ins Molsbacher Tal, entdecken.
An der einen Aussichtsstelle steht eine gemütliche Holzbank ...
... auf dem anderen Aussichtsfelsen, der "Kanzel", gibt's keine Bank, dafür ist der Felsen schöner.
An der Gaiskammer-Schlucht entlang ins Tal
Nach den beiden Aussichtspunkten geht es runter ins Molsbachtal.
Nach ein paar hundert Metern auf einem Waldpfad erreicht ihr die Gaiskammer-Schlucht. Oben ist die Schlucht noch klein ...
... weiter unten nimmt sie dann beachtliche Ausmaße an: an manchen Stellen ist die Schlucht bestimmt 10 Meter tief und sehr steil.
Wir sind auf der (von oben gesehen) linken Seite der Schlucht nach unten gegangen. Auch auf der rechten Seite führt ein Weg. Wenn ihr in Förrenbach parkt, würdet ihr wahrscheinlich hier nach unten gehen.
In der Schlucht floss leider kaum Wasser. Dafür gab es auf unserer Wegseite eine sehr kalte Quelle (inklusive kleiner Sinterterrassen) an der wir uns erfrischen konnten.
Im Molsbachtal
Unten im Molsbachtal könnt ihr eure Füße abkühlen ...
... denn zum Glück kommt hier der kleine Bachlauf von der Quelle weiter oben an.
Dann wandert ihr durchs Molsbacher- bzw. durchs Molsberger Tal (beide Begriffe sind gebräuchlich).
An vielen Stellen wandert Ihr direkt am Molsbach entlang.
Auch hier gibt es wieder Rinder. Diese werden weiter oben im Tal sogar für die Landschaftspflege eingesetzt.
Im Molsbachtal ist es extrem ruhig: kein Straßenlärm weit und breit, und Wanderer haben wir auch keine gesehen. Selbst Handyempfang gibt es kaum.
Immer wieder schlängeln sich Nebenläufe des Molsbachs am Weg entlang.
Nach etwa 1,5 Kilometern im Tal kommt ihr an der beeindruckenden Molsbacher Linde vorbei. Dieses beeindruckende Naturdenkmal ist (schätzungsweise) 30 m hoch.
Nach der Molsbacher Linde steigt der Weg etwas steiler an - ihr müsst ja schließlich auch wieder aus dem Tal raus kommen. Auch hier fließt Quellwasser über den Weg, überall gluckert und plätschert es.
Am Ende des Tals ist kein Wasser mehr zu sehen, dafür die Weide von den landschaftspflegenden Rindern.
Von Molsberg zurück nach See
Oben angekommen, führt unsere Runde etwa 300 m auf einer kleine Straße entlang. Autos fahren hier kaum.
Hier kommt ihr durch Molsberg, dem Dörfchen, das dem Tal den Namen gab.
Am Ende von Molsberg biegt ihr links ab und folgt dem breiten Feldweg zurück Richtung See.
Ihr wandert wieder über die herrliche Hochebene und auch die Houbirg taucht wieder auf.
Dieser Wegabschnitt ist ungefähr 2 Kilometer lang und relativ flach. Nur ganz am Ende gibt's nochmal einen Anstieg (40 Höhenmeter) ...
... der aber immerhin mit einem aussichtsreichen Rastplatz (samt Fußballfeld) belohnt wird.
Dann seid ihr zurück in See und müsst nur noch zum See in der Ortsmitte nach unten laufen.
Einkehrmöglichkeiten
In See gibt es den Seewirt, der leider am Tag unseres Besuchs geschlossen hatte. Außerdem liegen die Kainsbacher Mühle und die Seeterrassen (am Happurger Stausee) in der Nähe, da könntet ihr nach der Wanderung noch vorbeifahren. Für einen persönlichen Test hatten wir nach unserer Runde leider keine Zeit - das holen wir bestimmt noch nach.
Unser Fazit
Bewertung
4.8
/ 5
Wunderbar abwechslungsreiche Runde, sehr ruhig und abseits der stark frequentierten Wanderstrecken (obwohl in der Nähe des Happurger Stausees).
Die Houbirg am Happurger Stausee im Nürnberger Land kennen viele. Wir waren aber dieses Mal auf der anderen Seite unterwegs und haben vom Vogelfels hinübergeschaut. Kanada-Vibes inklusive! Doch diese abwechslungsreiche Rundwanderung hat noch mehr zu bieten: eine Schlucht, sprudelnde Quellen und ein wunderbar ruhiges Tal, in dem es überall gurgelt und plätschert. Dazu gibt’s weite Blicke über die Hersbrucker Alb und immer wieder kleine Abkühlstellen für heiße Wanderfüße. Eine herrlich ruhige Runde ganz in der Nähe des Happurger Stausees!