Oberpfalz

Wasserbüffel & Vilserlebnisweg bei Hahnbach

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Wasserbüffel & Vilserlebnisweg bei Hahnbach

Asiatische Wasserbüffel? In der Oberpfalz? Ja, das gibt es, auf dem Vilserlebnisweg bei Hahnbach. Hier "kümmern" sich 13 Tiere um die Landschaftspflege und ihr könnt sie, wenn ihr Glück habt, bequem von Holzstegen aus dabei beobachten. Dazu gibt's eine traumhafte Auenlandschaft, ein Vogelkonzert sowie Möglichkeiten zur Einkehr direkt an der Strecke und in Sulzbach-Rosenberg.
1:33
*
6,12 km
20 m
* Reine Wanderzeit. Wir benötigen natürlich immer viel mehr Zeit (z.B. zum Staunen, Genießen, Dokumentieren)

Start an der Gockelwiese

Unsere Tour beginnt an der Gockelwiese. Dort gibt es genügend Parkplätze.

Die Gockelwiese liegt direkt an der Vils und bietet besonders für Familien mit Kindern viele Möglichkeiten für Spiel und Spaß.

Für Wanderer erfrischend: das Kneippbecken ...

... und auch die Wasserpistole sowie der Eisautomat mit Leckereien vom Biobauernhof bereiten an heißen Tagen viel Freude.

Auf dem Vilserlebnisweg

Direkt an der Gockelwiese beginnt und endet der Vilserlebnisweg.

Einen Eindruck von der beeindruckenden Naturlandschaft an der Vils bekommt ihr schon bei der ersten Brücke über das Flüsschen.

Schon nach 500 Metern seid ihr mittendrin: auf der alten Vilsbrücke hört ihr die Vögel zwitschern und die Libellen zischen Euch um die Ohren.

Apropos Vögel: Selten haben wir so viele verschiedene Arten auf einer Wanderung gehört. Unter anderem waren dabei: Zilpzalp, Singdrossel, Blaumeise, Gartengrasmücke, Gelbspötter, Kuckuck, Mönchsgrasmücke, Stieglitz, Rotkehlchen ... und sogar Wachteln hat unsere App detektiert. Das war ein tolles Konzert!

Am Ortsrand von Hahnbach wandern wir ...

... vorbei an Kleingärten und ursprünglichen Dorfhäusern.

Zu den Wasserbüffeln

Wir folgen weiter dem Vilserlebnisweg, der nun in Richtung Vilsauen und Wasserbüffelgehege abbiegt.

Bei unserem Besuch waren wir mit Katharina, der Besitzerin der Wasserbüffel, verabredet. Sie erzählte uns, dass die ursprünglich aus Asien stammenden Tiere normalerweise von Mai bis Oktober auf der Weide sind. Die Weidefläche ist übrigens 23 Hektar groß, das sind 33 Fußballfelder!

An vielen Stellen könnt ihr bequem über Holzstege laufen und von dort aus in das Gehege schauen.

Bei unserem Besuch hatten wir Glück und fanden schon nach wenigen hundert Metern drei Wasserbüffel. Insgesamt gibt es 13 Tiere, die sich in mehreren kleinen Gruppen über das Gelände verteilen.

Der wichtigste Job der Tiere ist die Landschaftspflege. Sie sollen die Gebüsche zurückdrängen und mithelfen, die Vilsauen als vielfältiges Biotop zu erhalten. Durch ihre breiten Klauen kommen sie mit dem weichen und nassen Boden bestens zurecht und schaffen durch von ihnen angelegte Suhlen und Tümpel Lebensräume für Libellen und Frösche.

Ganz wichtig: bitte bleibt auf den Wegen und gebt den Tieren auf keinen Fall Futter. Das kann den Wasserbüffeln schweren Schaden zufügen.

Weiter am Gehege und der Vils entlang

Der Vilserlebnisweg führt noch eine ganze Weile am Gehege der Wasserbüffel entlang.

Immer wieder gibt es kleine Tümpel ...

... und Stege, die an dem weitläufigen Gelände entlangführen.

Schließlich erreicht ihr das Dörfchen Süß, wo der Weg direkt an der Vils liegt.

Hier habt ihr gleich zwei Gelegenheiten Euch zu erfrischen:

Ihr könnt die Füße in die Vils hängen...

... oder das Landgasthaus Rouherer besuchen. Dieses hatte bei unserem Besuch (sonntagnachmittags) leider geschlossen, aber mittags und abends könnt ihr gemütlich Biergarten und Wirtshaus genießen.

Zu den Weihern

In Süß überqueren wir die Vils nach Westen.

Ein kurzes Stück geht's an der ruhigen Dorf- bzw. Landstraße entlang ...

... bevor schon bald die Weiher in Sicht kommen.

Hier setzt sich das Vogelparadies fort und wenn ihr Glück habt, könnt ihr eine kleine Flugschau von Schwänen und Möwen erleben, so wie wir.

Irgendwann packen wir mal ein Teleobjektiv ein ...

Zurück nach Hahnbach

Nun befinden wir uns schon auf dem Rückweg nach Hahnbach.

Die Hahnbacher Kirche St. Jakobus ist ein weithin sichtbarer Wegweiser, den wir aber gar nicht benötigen: Der Vilserlebnisweg ist überall sehr gut ausgeschildert.

Auf der westlichen Seite zeigen die Hahnbacher Vilsauen nochmal ein neues Gesicht. Hier gibt es immer wieder Abschnitte, wo das Wasser zwischen hohen Bäumen fließt ...

... und auch bewirtschaftete Flächen grenzen hier an die Wasserlandschaft.

Die letzten Meter geht es dann über einen asphaltierten Feldweg zurück zur Gockelwiese.

Einkehr in Sulzbach-Rosenberg

Da wir nach unserer Runde noch hungrig und durstig waren, nutzten wir die Rückfahrt Richtung Erlangen für einen Abstecher nach Sulzbach-Rosenberg.

Sulzbach-Rosenberg liegt 6 Kilometer von Hahnbach entfernt und beeindruckt zum Beispiel durch das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert und viele andere historische Gebäude.

Wir kehrten im Brauerei-Gasthof Sperber-Bräu ein, wo wir ein fantastisches Jägerschnitzel aßen. Ein runder Abschluss unseres Ausflugs!

Unser Fazit

Bewertung
4.7
/ 5

Eine einfach zu laufende und dennoch abwechslungsreiche Runde. Auch für Kinderwägen gut geeignet. Einzige kleine Makel: Am Anfang verläuft der Wanderweg parallel zur Straße. Der Rückweg im Westen von Süß nach Hahnbach liegt an einigen Stellen offen in der Sonne, das könnte an sehr heißen Sommertagen anstrengend sein.

HIGHLIGHTS
  • Start- & Endpunkt ist ein Spielplatz mit Kneippanlage & Eisautomat
  • Vilserlebnisweg mit Infotafeln
  • Asiatische Wasserbüffel
  • Traumhafte Auenlandschaften
  • Artenreichtum: Vögel, Libellen...
  • Biergarten mit Spielplatz direkt an der Strecke
  • Kombinierbar mit Ausflug nach Sulzbach-Rosenberg
Asiatische Wasserbüffel? In der Oberpfalz? Ja, das gibt es, auf dem Vilserlebnisweg bei Hahnbach. Hier "kümmern" sich 13 Tiere um die Landschaftspflege und ihr könnt sie, wenn ihr Glück habt, bequem von Holzstegen aus dabei beobachten. Dazu gibt's eine traumhafte Auenlandschaft, ein Vogelkonzert sowie Möglichkeiten zur Einkehr direkt an der Strecke und in Sulzbach-Rosenberg.
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