Manchmal liegt das Gute so nah... Gleich neben Erlangen liegt der Tennenloher Forst. Er ist bekannt für die wilden Przewalski-Pferde, die wir auf dieser Tour besuchen wollten - leider ohne Erfolg. Stattdessen fanden wir sehr seltene Pfauenziegen und eine fast schon skandinavische Waldlandschaft, die beide ebenfalls einen Besuch wert sind.
1:19 h
*
5,05 km
30 m
* Reine Wanderzeit. Wir benötigen natürlich immer viel mehr Zeit (z.B. zum Staunen, Genießen, Dokumentieren)
Für unsere Tour entschieden wir uns, rechts um das Gatter zu laufen. Hier gibt es einen durchgängigen Pfad und immer wieder Übersichtspläne und Infotafeln zu Flora und Fauna.
Der Tennenloher Forst ist eines der letzten großflächigen Sandökosysteme Deutschlands. Man fühlt sich ein wenig wie in Skandinavien, wegen der lichten Kiefernwälder, dem Heidekraut und der Rentierflechte, die überall wächst.
Die Pferde und die Ziegen, die in dem weitläufigen Gehege leben, halten die Flächen frei und sorgen dafür, dass das wertvolle Ökosystem bestehen bleibt.
Wir kommen immer wieder gern hierher, denn es gibt praktisch keine Steigungen, wir haben eine kurze Anfahrt und die Natur ist einfach spannend.
Die Pferde bzw. Ziegen sind in 2 Gehegen zuhause, die man beide umwandern kann (siehe Erweiterungstipp am Ende der Tourenbeschreibung). Wir sind nur um das südwestliche Gehege gelaufen und hier über eine Brücke auf die andere Gehegeseite gestiegen.
Ziegenherde
Da das Gelände sehr weitläufig ist, kann es dauern, bis man Pferde oder Ziegen sieht.
Bei unserem Besuch haben wir keine Pferde gesehen aber dafür sehr viele Ziegen, bestimmt an die 100 Tiere.
Bei den Ziegen handelt sich um eine seltene Schweizer Ziegenrasse, den Pfauenziegen. Ihre Aufgbe ist es, das Zuwachsen der ökologisch wertvollen Fläche zu verhindern.
Pfauenziegen waren früher im schweizerischen Kanton Graubünden heimisch und gehören heute zu den gefährdeten Ziegenrassen.
Die Form der Beweidung wechselt über die Jahreszeiten hinweg. Im Frühjahr, wenn die Sträucher ihre ersten Blätter treiben, werden die Ziegen auf einer mit vielen Traubenkirschen bestandenen Fläche gepfercht.
Bis zum Sommer sind dann Sträucher, Gräser und junge Bäume intensiv befressen. Je nach vorhandenem Futterangebot wird entschieden, wann der Pferch abgebaut wird und den Ziegen die gesamte Weidefläche der Przewalski-Pferde zur Verfügung steht.
Auch auf der nördlichen Seite des Geheges führt zunächst ein Pfad am Gatter entlang.
Der Weg ist fast durchgängig einfach zu gehen, es gibt praktisch keine Höhenmeter zu überwinden. Manchmal ist es jedoch uneben und steinig, so dass sich der Weg nicht für Kinderwägen eignet.
Zurück zum Ausgangspunkt kommt ihr über einen breiten Feldweg, dem man die jahrzehntelange Nutzung als Truppenübungsgelände an manchen Stellen noch ansieht (ab und zu ist der Weg asphaltiert und es gibt kleinere Betonbauten).
Auch hier stehen nochmal einige Infotafeln, so dass ihr am Ende der Tour nicht nur eine schöne Zeit an der frischen Luft hattet sondern auch noch schlauer seid!
Lust auf mehr?
Wenn Euch die 5 Kilometer dieser Runde nicht genügen, könnt ihr noch um das nordöstliche Gehege herumlaufen, dann kommen nochmal 3,7 Kilometer oben drauf.
Die blaue Runde sind wir gelaufen, die rote kann man noch hinzufügen.
Unser Fazit
Bewertung
3.8
/ 5
Schöne kleine Runde in der Nähe von Erlangen auf einfachen Wegen. Es gibt praktisch keine Höhenmeter zu überwinden und bis auf ein paar steinige Wegstellen ist alles einfach zu laufen.
Manchmal liegt das Gute so nah... Gleich neben Erlangen liegt der Tennenloher Forst. Er ist bekannt für die wilden Przewalski-Pferde, die wir auf dieser Tour besuchen wollten - leider ohne Erfolg. Stattdessen fanden wir sehr seltene Pfauenziegen und eine fast schon skandinavische Waldlandschaft, die beide ebenfalls einen Besuch wert sind.