Diese abwechslungsreiche Rundwanderung bei Burgthann bietet viele unterschiedliche Highlights. Vom Bahnhof aus geht es über verwunschene Waldpfade ins idyllische Schwarzachtal, weiter durch den Ort zur Burg Burgthann und anschließend am Ludwig-Donau-Main-Kanal mit seinen alten Schleusen entlang. Dazu kommen schöne Einkehrmöglichkeiten und das Beste: Die Tour lässt sich ganz bequem mit der S-Bahn von Nürnberg aus erreichen.
2:00
*
8,46 km
110 m
* Reine Wanderzeit. Wir benötigen natürlich immer viel mehr Zeit (z.B. zum Staunen, Genießen, Dokumentieren)
Unsere Wanderung startet am Bahnhof Burgthann, den Du ganz bequem mit der S-Bahn von Nürnberg aus erreichst. Wenn Du mit dem Auto kommst, findest Du hier ebenfalls Parkmöglichkeiten.
Direkt am Bahnhof Burgthann geht unsere Wanderung los.
Da der Bahnhof aktuell (2026) renoviert wird, ist der Einstieg in die Wanderung etwas unübersichtlich: Direkt neben der Unterführung beginnt der Weg, der mit einem grün-gelben Nordic-Walking-Symbol markiert ist und zunächst ein kurzes Stück an den Bahngleisen entlangführt.
Schon bald biegt der Weg in den Wald ab und wird zu einem wunderschönen Pfad durch den stillen Nadelwald, auf dem von den nahen Bahngleisen nichts mehr zu hören ist.
Besonders schön fanden wir diesen kleinen Hohlweg, der sich wie aus dem Bilderbuch durch den Wald zieht.
Für ein kurzes Stück folgen wir auf einem Gehweg der Straße, bevor wir links abbiegen und am Feld entlang wieder in Richtung Wald laufen.
Anschließend führt uns der Weg durch einen moosigen Wald mit hohen Bäumen hinunter ins Schwarzachtal.
Nach dem ruhigen "Abstieg" erreichen wir schließlich das Schwarzachtal und haben damit den großen Waldbogen vom etwas außerhalb gelegenen Bahnhof zurück in Richtung Burgthann geschafft.
An der Schwarzach entlang
Nun folgen wir der Schwarzach durch ihr grünes Flusstal und sind dabei fast immer ganz nah am Wasser unterwegs.
Der Weg führt uns unmittelbar am Fluss entlang, der sich hier in Bögen durch die Landschaft schlängelt, begleitet vom Zwitschern unzähliger Vögel.
Auf diesem Abschnitt verläuft unsere Wanderung ein Stück auf dem Fränkischen Dünenweg, dessen Markierung uns nun eine Weile begleitet.
Immer wieder wird der Weg zu einem schmalen Pfad direkt am Wasser, umgeben von dichtem Grün, vielen Vögeln und Insekten wie Libellen.
Im Hochsommer kann es passieren, dass einzelne Stellen etwas zugewachsen sind, wie hier auf einem kurzen Abschnitt. Der Weg ist aber weiterhin gut zu erkennen und problemlos begehbar.
Mittagessen in Burgthann
Nach der Wanderung durchs Schwarzachtal erreichen wir schließlich Burgthann.
Schon die ersten Häuser von Burgthann machen Lust darauf, den Ort näher zu entdecken, denn entlang des Weges stehen einige schöne Fachwerkhäuser mit liebevoll angelegten Gärten.
Bevor es hinauf zur Burg geht, machen wir im Gasthaus Blaue Traube Mittagspause, einem gepflegten Landgasthof, in dessen Biergarten wir sehr gemütlich und richtig lecker gegessen haben.
Auch kulinarisch war die Einkehr für uns ein echtes Highlight der Wanderung.
Hinauf zur Burg
Frisch gestärkt machen wir uns anschließend auf den Weg zu einem der großen Highlights der Tour: der Burg Burgthann.
Der Weg zur Burg wird kurz etwas steiler, doch bis zur Burg sind nur wenige Höhenmeter zu überwinden. Direkt daneben liegt außerdem die Burgschänke, die eine weitere Einkehrmöglichkeit bietet.
Über einen Steg, der den ehemaligen Burggraben überspannt, gelangen wir durch das Burgtor ins Innere der Anlage. Ob sich genau an dieser Stelle früher einmal eine Zugbrücke befand?
Auf der Burg begegnet uns auch die Geschichte von Eppelein von Gailingen, der hier als eine Art fränkischer Robin Hood lebendig wird. Bei den jährlichen Burgfestspielen wird seine Geschichte auf der Burg nachgespielt. Überhaupt ist die Burg bis heute ein lebendiger Veranstaltungsort mit Theater, Konzerten und weiteren kulturellen Veranstaltungen. Es lohnt sich deshalb, vor der Wanderung einen Blick auf das aktuelle Programm zu werfen.
In der Burg befindet sich außerdem ein liebevoll eingerichtetes Heimatmuseum, das von einem örtlichen Verein betreut wird und mit vielen gespendeten Gegenständen aus Burgthann einen Einblick in das frühere Leben im Ort gibt. In den einzelnen Räumen tauchen wir in ganz unterschiedliche Bereiche des früheren Alltags ein und können unter anderem eine historische Wohnstube und ein altes Klassenzimmer entdecken.
Auch verschiedene Handwerke werden im Museum anschaulich gezeigt, mit Werkzeugen und Einrichtungen, wie sie früher in Burgthann verwendet wurden. Besonders spannend ist der Blick ins Verlies, das natürlich wunderbar zu den Geschichten und Legenden rund um Eppelein passt (links).
Wenn der Burgturm geöffnet ist, solltet Ihr Euch den Aufstieg nicht entgehen lassen. Bis ganz nach oben sind zwar einige Stufen zu bewältigen, doch die Mühe lohnt sich.
Oben angekommen erwartet Euch ein großartiger Rundumblick über die Burg, Burgthann und weit hinein ins Schwarzachtal.
Auch auf die Burgmauer können wir noch hinaufsteigen und die Anlage aus einer weiteren Perspektive betrachten. Bei unserem Besuch stand dort gerade die Kulisse der Burgfestspiele.
Zum Abschluss konnten wir sogar noch einen Blick in den Burgkeller werfen, der nicht immer zugänglich ist. Gelegentlich finden hier auch Konzerte statt, was in dieser besonderen Atmosphäre sicher ein Erlebnis ist.
Zum Ludwig-Donau-Main-Kanal
Durch Burgthann laufen wir nun wieder aus dem Ort hinaus und leicht bergab zum Ludwig-Donau-Main-Kanal, einem weiteren Highlight dieser abwechslungsreichen Rundtour.
Wir folgen der Straße an den letzten Häusern von Burgthann vorbei und laufen dabei schon wieder in Richtung Wald und hinunter zum Kanal.
Unten angekommen stehen wir am Ludwig-Donau-Main-Kanal, der südlich an Burgthann vorbeiführt und auch heute noch wunderbar als Wasserband in der Landschaft zu erkennen ist. Zwischen üppigem Grün und blühenden Seerosen zeigt er sich hier besonders idyllisch.
Nun geht es eine Weile direkt am Kanal entlang, begleitet von viel Grün und sommerlicher Ruhe. Auf diesem Abschnitt sind uns vor allem einige Radfahrer begegnet, aber auch Wanderer sind hier unterwegs.
Besonders spannend sind die historischen Schleusen entlang des Kanals. Der 1836 bis 1845 erbaute, rund 173 Kilometer lange Ludwig-Donau-Main-Kanal verband einst Kelheim an der Donau mit Bamberg am Main und überwand dabei mit insgesamt 100 Schleusen große Höhenunterschiede. Hier stehen wir an der Schleuse bei Kilometer 85,8 und bekommen einen Eindruck von dieser beeindruckenden Ingenieursleistung.
An einem Wehr und auf der kleinen Holzbrücke lässt sich gut erkennen, wie aufwendig die Anlagen entlang des Kanals einst angelegt wurden.
Ein besonders schönes Relikt aus dieser Zeit ist das Schleusenwärterhäuschen an der Schleuse 34, das uns direkt am Weg begegnet.
Wir folgen dem Kanal noch ein Stück weiter durch die grüne, sonnige Landschaft. Im Hintergrund kündigt sich schon die nächste Einkehrmöglichkeit an.
Direkt am Kanal liegt der Biergarten Schleuse 35, in dem Ihr Euch per Selbstbedienung mit kühlen Getränken, Brotzeiten, Kaffee und Kuchen oder einem Eis versorgen kannst. Ein herrlicher Platz, um das Treiben auf dem Rad und Wanderweg zu beobachten.
Wir gönnen uns hier noch ein Eis und lassen die Wanderung ganz entspannt ausklingen, denn von hier aus sind es nur noch wenige hundert Meter zurück zum Bahnhof. Ein richtig schöner Abschluss für diese abwechslungsreiche Runde.
Unser Fazit
Bewertung
4.8
/ 5
Eigentlich eine ideale Runde, abwechslungsreich, viele Highlights. Nur minimal Abzug weil's durch Burgthann an der Straße entlang geht.
HIGHLIGHTS
Verwunschene Waldpfade
Idyllisches Schwarzachtal
Historische Burg Burgthann inklusive liebevoll gestaltetem Heimatmuseum und aussichtsreichem Burgturm
Diese abwechslungsreiche Rundwanderung bei Burgthann bietet viele unterschiedliche Highlights. Vom Bahnhof aus geht es über verwunschene Waldpfade ins idyllische Schwarzachtal, weiter durch den Ort zur Burg Burgthann und anschließend am Ludwig-Donau-Main-Kanal mit seinen alten Schleusen entlang. Dazu kommen schöne Einkehrmöglichkeiten und das Beste: Die Tour lässt sich ganz bequem mit der S-Bahn von Nürnberg aus erreichen.