Diese abwechslungsreiche Rundwanderung bei Illschwang überrascht mit gleich mehreren Highlights: imposanter Kalmusfelsen, spannende Osterloch-Höhle, aussichtsreiches Felsplateau, mystische Teufelskanzel und ein liebevoll angelegter Hopfengarten zum Abschluss. Die Wege sind durchgängig gut ausgeschildert und machen die Tour zu einem kleinen Erlebnis für Naturfreunde. Zum krönenden Abschluss könnt ihr ausgezeichnet einkehren!
1:34 h
*
5,5 km
190 m
* Reine Wanderzeit. Wir benötigen natürlich immer viel mehr Zeit (z.B. zum Staunen, Genießen, Dokumentieren)
Start am Festplatz hinter dem Feuerwehrhaus in Illschwang
Die Wanderung startet am Wanderparkplatz bzw. Festplatz hinter dem Feuerwehrhaus in Illschwang. Hier gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten, sofern gerade keine Veranstaltung stattfindet. Außerdem gibt es hier auch ein Toilettenhäuschen.
Nach rund 200 Metern verlässt der Wanderweg die Straße und zweigt nach rechts ab.
Ein breiter Waldweg führt nun leicht bergauf in den Wald.
Nach kurzer Zeit geht der Weg in einen schmalen Waldpfad über. Der Pfad überquert zwischendurch immer wieder breite Forstwege, verschwindet aber kurz darauf wieder zwischen den Bäumen.
Kalmusfelsen
Schon bald erreichen wir das erste Highlight der Wanderung: den Kalmusfelsen. Die zerklüftete Felswand ragt imposant mitten im Wald empor und ist beeindruckende 20 bis 30 Meter hoch.
Bei unserem Besuch waren hier zahlreiche Kletterer unterwegs.
Besonders an sonnigen Wochenenden ist der Kalmusfelsen ein beliebtes Ziel für Kletterer.
Der Wanderweg führt direkt zwischen den Felsen hindurch. Immer wieder eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf die mächtigen Felsformationen.
Den Grat hinauf
Danach führt der Wanderweg hinauf auf den Grat.
Wir folgen während der gesamten Wanderung der Markierung mit der Nummer 8. Der Weg ist vom Festplatz an durchgängig sehr gut beschildert.
Nun wird der Weg sogar ein wenig alpin. Über einen steinigen Wurzelpfad steigen wir auf den Grat hinauf. Dabei fühlen wir uns ein wenig an den Eibgrat erinnert, auch wenn es hier zu beiden Seiten nicht ganz so steil abfällt.
Oben angekommen, entdecken wir ein Kreuz. Es ist zwar kein richtiges Gipfelkreuz, zeigt uns aber trotzdem, dass wir den höchsten Punkt des Grates erreicht haben. Direkt daneben lädt eine schöne neue Bank zu einer Pause ein.
Osterlochhöhle
Als Nächstes erreichen wir mit der Osterlochhöhle ein weiteres Highlight der Wanderung. Die rund 25 Meter lange Höhle ist etwa vier Meter breit und bis zu drei Meter hoch. In ihrem Inneren wurden sogar vorgeschichtliche Funde entdeckt.
Außerhalb der Fledermausschutzzeit kann die Osterlochhöhle besichtigt werden.
Der Eingang ist nur ungefähr einen Meter hoch, sodass wir uns zunächst tief bücken müssen. Dahinter wird die Höhle jedoch deutlich höher und wir können wieder aufrecht stehen.
Im Inneren ist es kühl und dunkel, deshalb ist eine Taschenlampe unbedingt erforderlich. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Wassertropfen, die von der Decke fallen, und die kleinen Tropfsteinformationen.
Auf dem Kalmusfelsen
Wir wandern weiter über die Höhe und erreichen einen gut ausgeschilderten Stichweg zum "Gipfel" des Kalmusfelsens. Nach dem Abstecher werden wir wieder auf den Hauptweg zurückkehren.
Der ausgeschilderte Stichweg führt auf das Plateau des Kalmusfelsens.
Vorhin sind wir noch unten an der mächtigen Felswand entlanggewandert, nun stehen wir oben auf dem kleinen Felsplateau. Der Ausblick ist zwar teilweise zugewachsen, trotzdem können wir schön in die Ferne schauen.
Vom Plateau des Kalmusfelsens genießen wir den Blick in die Landschaft.
Am Rand des Plateaus wird noch einmal deutlich, wie steil die imposante Felswand nach unten abfällt. Während wir oben standen, kletterten plötzlich zwei Kletterer von unten zu uns herauf.
Auf dem Plateau gibt es außerdem eine Bank, die sich wunderbar für eine kleine Pause mit Aussicht eignet.
Weiter zur Bettelküche
Zurück auf dem Hauptweg wandern wir weiter über die bewaldete Höhe. Nach einigen Hundert Metern zweigt erneut ein gut ausgeschilderter Stichweg ab.
Dieser führt zur Bettelküche-Höhle und ist rund 400 Meter lang. Für den Hin- und Rückweg kommen also etwa 800 zusätzliche Meter zusammen.
Der schmale Waldpfad ist stellenweise etwas zugewachsen, lässt sich aber problemlos begehen.
Die Bettelküche ist eine kleine Felshöhle, die vermutlich bereits in früheren Zeiten Menschen als Unterschlupf diente. Durch eine Öffnung in der Decke konnte der Rauch eines Feuers nach draußen abziehen. Besonders für kleine Entdecker ist die Höhle spannend, auch wenn sie deutlich kleiner und weniger imposant als die Osterlochhöhle ist.
Felsformation Teufelskanzel
Zurück auf dem Hauptweg erreichen wir ein weiteres Highlight der Wanderung: die Felsformation Teufelskanzel.
Eine Infotafel erzählt die dazugehörige Sage, in der natürlich auch der Teufel eine Rolle spielt.
Auch ohne die Sage ist die Felsformation beeindruckend. Von den Felsen fällt das Gelände steil in den Wald ab. Früher konnte man von hier sogar bis nach Illschwang blicken, wie ein altes Bild auf der Infotafel zeigt. Heute ist die Aussicht zugewachsen.
Anschließend führt der Wanderweg steil bergab in Richtung Illschwang. Wir verlassen den Wald, erreichen wieder die Straße und wandern zurück zum Wanderparkplatz.
Zum Hopfengarten
Nach der Rückkehr zum Wanderparkplatz lohnt sich noch ein kurzer Abstecher. Nur etwa 100 bis 150 Meter entfernt liegt mit dem Hopfengarten das letzte Highlight der Wanderung.
Der Hopfengarten wurde vom Gartenbauverein Illschwang angelegt und wird bis heute ehrenamtlich gepflegt. Hier wächst noch traditioneller Stangenhopfen, dessen Anbau besonders arbeitsintensiv ist. Der Garten gilt als kleinstes Hopfenanbaugebiet.
Neben dem Hopfen gibt es einen liebevoll gestalteten Kräuter- und Staudengarten mit vielen heimischen Pflanzen.
Besonders schön ist die kleine Holzhütte, die Wanderern als Rastplatz zur Verfügung steht. Hier gibt es sogar ein Gästebuch, Informationsflyer und Verbandsmaterial. Ein wunderbar gepflegter Ort für eine Brotzeit zum Abschluss der Wanderung.
Abschluss in Illschwang
Wir haben allerdings nicht in der Blockhütte gevespert sondern sind für die abschließende Einkehr vom Wanderparkplatz noch etwa 300 Meter weiter nach Illschwang gelaufen. Der kurze Weg führt am Dorfteich vorbei zum Gasthaus Weißes Ross.
Auf der schönen Terrasse direkt neben dem Kirchturm ließen wir die Wanderung gemütlich ausklingen. Das Weiße Ross ist für seine ausgezeichnete Küche bekannt. Vorsorglich hatten wir sogar ein Paar bessere Schuhe mitgenommen und unsere Wandersandalen getauscht, denn hier wird mit Stofftischdecken eingedeckt.
Trotzdem fühlen wir uns auch als Wanderer herzlich willkommen und genießen das feine Essen sehr. Wer es noch etwas exklusiver mag, kann im Gourmetrestaurant Cheval Blanc einkehren, das ebenfalls zum Weißen Ross gehört und mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist.
Unser Fazit
Bewertung
4.5
/ 5
Eine rundum gelungene Wanderung mit vielen Highlights, die kurzweilig aufeinanderfolgen. Einen kleinen Abzug gibt es nur, weil die Strecke größtenteils durch den Wald führt und etwas mehr landschaftliche Abwechslung schön wäre. Für uns an war's aber diesem heißen Sommertag genau richtig.
Diese abwechslungsreiche Rundwanderung bei Illschwang überrascht mit gleich mehreren Highlights: imposanter Kalmusfelsen, spannende Osterloch-Höhle, aussichtsreiches Felsplateau, mystische Teufelskanzel und ein liebevoll angelegter Hopfengarten zum Abschluss. Die Wege sind durchgängig gut ausgeschildert und machen die Tour zu einem kleinen Erlebnis für Naturfreunde. Zum krönenden Abschluss könnt ihr ausgezeichnet einkehren!