Das Aufseßtal ist vielleicht das am wenigsten besuchte Flusstal in der fränkischen Schweiz. Auch bei dieser Frühjahrswanderung sind uns nur wenige andere Wanderer begegnet. Komisch eigentlich, gibt es doch einen sehr schönen Bach, eine beeindruckende Versturzhöhle und luftige Aussichtspunkte zu entdecken!
1:16 h
*
5,77 km
130 m
* Reine Wanderzeit. Wir benötigen natürlich immer viel mehr Zeit (z.B. zum Staunen, Genießen, Dokumentieren)
Unsere Wanderung beginnt auf dem Wanderparkplatz zwischen Draisendorf und Aufseß. Er liegt direkt neben der Landstraße.
Dieser Wanderparkplatz ist ein idealer Startpunkt für eine Wanderung durchs Aufseßtal.
Zuerst geht's über die wenig befahrene Straße und schon können wir das klare Wasser der Aufseß bewundern.
Auf dem Weg nach Draisendorf begegnen uns die ersten Frühblüher, ein paar schöne blau-violette Leberblümchen.
Vorbei geht's an der Draisendorfer Mühle ...
... und auf dem Wiesenpfad durchs Aufseßtal.
Der Waldboden ist an dieser Stelle geschmückt mit tausenden Märzenbechern, auch bekannt als Frühlings-Knotenblume.
Hoch zur Höhle am Lindenbrunnen
Nach ein paar Metern geht ein Pfad mehr oder weniger gerade den Wald hinauf.
Auch hier begegnen wir wieder Frühblühern (Buschwindröschen) ...
... bevor wir über die mächtige Versturzhöhle staunen.
Die Höhle hat zwei Öffnungen und ist deswegen überall hell und ganz einfach zu erkunden. Allerdings dürft ihr von Oktober bis März nicht hinein, damit ihr die Fledermäuse nicht stört.
Zurück zum Weg im Tal
Wir sind nach dem Besuch der Höhle über einen Pfad quer durch den Wald gelaufen, bis wir einen breiteren Waldweg erreichten, der uns zurück ins Tal führte.
Der Pfad war leider an ein paar Stellen durch herabgefallene Äste und einen ganzen Stamm blockiert, so dass ein bisschen Bücken und Kraxeln notwendig war. Wenn Euch das zu umständlich ist, könnt ihr auch einfach den Pfad, den ihr zur Höhle genommen habt, wieder hinunter ins Tal gehen.
Wieder unten im Aufseßtal führt der Weg weiter am Bach entlang und durch Draisendorf.
Am Ortsrand von Draisendorf ein ungewöhnlicher Anblick: ein kleiner Skilift.
Hier führt eine Holzbrücke über die Aufseß.
Nach der Überquerung des Bächleins wandern wir weiter durchs Wiesental Richtung Wüstenstein.
Die Aufseß ist auch hier herrlich klar und am Wegrand schimmern schon wieder Blümchen: diesmal violette Windröschen!
Kurz nach der Aufseßschleife führt unser Rundweg nach links den Wald hinauf.
Erweiterungsmöglichkeit: Glockenstein
Wenn ihr nicht nach links abbiegt, sondern Richtung Wüstenstein im Aufseßtal weiterlauft, könnt ihr noch den Glockenstein besuchen.
Das ist ein wunderbarer Aussichtsfelsen inklusive Gipfelkreuz und fränkischer Flagge. Wenn ihr die Schleife über den Glockenstein mitnehmt, verlängert sich die Rundwanderung um ca. 2 Kilometer.
Auf die Hochebene
Auf der "kleinen" Rundtour ohne den Glockenstein, führt der Weg durch lichten Wald (hier gibt es leider Sturmschäden) nach oben.
Zum Glück gibt es auch hier erste Farbtupfer auf dem Weg: viele gelbe Huflattichblüten.
Oben angekommen geht's auf einem breiten Forstweg weiter. Wenn ihr die Erweiterung über den Glockenstein gelaufen seid, kommen die beiden Routen hier wieder zusammen.
Aussichtspunkt bei Rauhenberg
Wir laufen durch den Weiler Rauhenberg und kurz danach erreichen wir mächtige Felsen im Wald.
Hier führt ein unmarkierter Pfad den Fels hinauf ...
... und wir können einen 180 Grad Ausblick ins Aufseßtal genießen. Passt allerdings auf, wo ihr hintretet, denn es gibt kein Geländer und der Fels stürzt fast senkrecht nach unten!
Auch hier blüht es wieder! Eine lila Kuhschelle schmückt das trockene Gras.
Zurück zum Ausgangspunkt
Nach dem Aussichtspunkt geht's am Feldrand weiter ...
... und dann über breite Forstwege ...
... zurück ins Tal.
Was Schönes zum Schluss: die Fuchslöcher
Kurz vor Ende der Rundwanderung könnt ihr noch den Fuchslochfelsen erkunden.
Dieser Felsen ist wie ein Schweizer Käse komplett durchlöchert und bietet dementsprechend viele kleine Höhlen und sogar eine größere Durchgangshöhle zum Erkunden. Die Bilder, die ihr hier seht, stammen von einem Besuch im Sommer. Auch für diesen Felsen gilt: zwischen Oktober und März bitte nicht betreten und die Fledermäuse in Ruhe lassen. Danke!
Unser Fazit
Bewertung
4.2
/ 5
Die Runde ist gut zu laufen allerdings gibt man sich hier im Aufseßal nicht soooo viel Mühe bei der Pflege der Wege. Das fängt bei fehlenden Markierungen an (z. B. ist der Weg zur Höhle unmarkiert) und geht bis zu nicht beseitigten Sturmschäden im Wald.
Das Aufseßtal ist vielleicht das am wenigsten besuchte Flusstal in der fränkischen Schweiz. Auch bei dieser Frühjahrswanderung sind uns nur wenige andere Wanderer begegnet. Komisch eigentlich, gibt es doch einen sehr schönen Bach, eine beeindruckende Versturzhöhle und luftige Aussichtspunkte zu entdecken!